WR: Für die Kreis Klever CDU steht Bildung ganz oben

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Kleve | Die CDU im Kreis Kleve gab den Startschuss für den Landtagswahlkampf. Vor allem die Fehler in der Bildungspolitik sollen angeprangert werden.

Bis Ostern hatte sich die CDU im Kreis Kleve mit Wahlkampfgetöse zurückgehalten: keine Plakate, keine heißen Debatten vor Ort, keine Auftritte an Wahlkampfständen. Doch mit dieser österlichen Ruhe ist es nun vorbei. Gestern gaben die Landtagskandidaten Margret Voßeler und Günther Bergmann sowie der Bundestagskandidat Stefan Rouenhoff den Startschuss für die anstehende Landtagswahl am 14. Mai. Ganz oben auf der Agenda stehen die Themen Bildung und Wirtschaft. Denn hier habe die NRW-Landesregierung in den vergangenen Jahren die größten Fehler gemacht.

Familien stärken

Margret Voßeler, Vorsitzende des Landtagsausschusses für Familie, Kinder und Jugend, möchte eine deutliche Verbesserung der Kita-Finanzierung und einen Ausbau der Familienzentren auch auf dem Lande: „Die NRW-Regierung bevorzugt hier eindeutig die Großstädte, während die Familienzentren im ländlichen Raum gestoppt werden.“ Sie führte das Beispiel Geldern an, wo ein Familienzentrum abgelehnt worden sei. In anderen Kommunen wie Kleve hingegen gibt es bereits sechs Familienzentren.

Chaos bei der Inklusion

Auch das Thema Kita-Öffnungszeiten möchte Voßeler ansprechen. „Die Öffnungszeiten müssen für Berufstätige flexibler werden“, sagt die Landtagsabgeordnete. Über die Öffnungszeiten kann allerdings jede Kita für sich selbst entscheiden, sagt Kleves Fachbereichsleiter für Jugend und Familie, Jan Traeder, auf NRZ-Nachfrage. Entsprechend werden die Öffnungszeiten mit dem Bedarf abgestimmt.

Beim Thema Schule möchte die CDU einen stärkeren Ausbau der Schulsozialarbeit, um Lehrer bei ihrer Arbeit zu entlasten. Gerade für das große Thema Inklusion seien Schulsozialarbeiter wichtig. Ebenso benötige man weitere Integrationshelfer und Sonderpädagogen für diese Aufgabe. Hier habe die NRW-Regierung ein völliges Chaos angerichtet: „Wir sind für die Inklusion, nur sie muss vernünftig vorbereitet werden“, sagt Margret Voßeler. Ein weiteres „heißes Eisen“ sei der Unterrichtsausfall. Die Zahl der Ausfallstunden müsse objektiv ermittelt werden. Leider weigere sich Schulministerin Sylvia Löhrmann hier eine Überprüfung anzuordnen: „Der Unterrichtsausfall ist eines der gravierendsten Dinge, die gelöst werden müssen“, so Voßeler.

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