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Rouenhoff fordert Verbesserungen beim grenzüberschreitenden Reitsport

Auf Initiative des Kreis Klever CDU-Bundestagsabgeordneten Stefan Rouenhoff haben sich mehrere Abgeordnete der Unionsfraktion, darunter auch Marc Henrichmann (Coesfeld/Steinfurt), Wilfried Oellers (Heinsberg), Patrick Schnieder (Bitburg), Uwe Schummer (Viersen) und Reinhold Sendker (Warendorf) in einem gemeinsamen Brief an den Botschafter des Königreichs der Niederlande in Deutschland, Wepke Kingma gewendet.


Die Unionsabgeordneten fordern, dass die Besitzer deutscher Sport- und Reitpferde mit ihren Tieren ohne zusätzliche Kosten in die Niederlande einreiten können. Damit greifen die Abgeordneten das Anliegen vieler Reitsportler vor allem im grenznahen Raum auf.


Die aktuelle Rechtslage in den Niederlanden verpflichtet die Besitzer von deutschen Sport- und Reitpferden dazu, ein amtliches Gesundheitszeugnis für ihre Pferde vorlegen zu können, wenn sie mit diesen in die Niederlande einreiten. Das Gesundheitszeugnis muss maximal 48 Stunden vor dem Grenzübertritt ausgestellt worden sein. Die Kosten für ein solches Gesundheitszeugnis, das von einem Amtstierarzt ausgestellt werden muss und dessen Gültigkeit maximal zehn Tage beträgt, belaufen sich auf bis zu 200 Euro pro Pferd. Umgekehrt müssen die Besitzer niederländischer Sport- und Reitpferde kein Gesundheitszeugnis vorlegen, wenn sie mit diesen für weniger als 24 Stunden nach Deutschland einreiten. Werden bei Kontrollen auf niederländischer Seite Rechtsverstöße festgestellt, so werden diese von den niederländischen Behörden mit Ordnungsgeldern von bis zu 500 Euro pro Pferd geahndet.


„Europa muss im Großen wie im Kleinen gelebt werden. Das betrifft im Tourismusbereich auch den grenzüberschreitenden Reitsport. Grenzüberschreitende Reitwege wurden von Seiten der Europäischen Union in den Euregios Rhein-Waal und Rhein-Maas Nord mit mehreren zehntausend Euro gefördert. Für die Reitsportler gibt es aber diesseits und jenseits der Grenze unterschiedliche Regeln. Hier sind Änderungen erforderlich. Ein Fortschritt wäre bereits, wenn auf beiden Seiten der Grenze für die ersten 24 Stunden keine amtlichen Gesundheitszeugnisse vorgelegt werden müssten. Denn Pferdesportler besitzen für jedes ihrer Sport- und Reitpferde ohnehin schon einen Equidenpass, in dem Angaben etwa zu Impfungen gegen Pferdegrippe und andere Krankheiten enthalten und Gesundheitskontrollen dokumentiert sind. Gemeinsam mit meinen Bundestagskollegen setze ich mich deshalb für rasche Verbesserungen beim grenzüberschreitenden Pferdesport ein“, so Rouenhoff.


Die Bundestagsabgeordneten setzen sich in dem Schreiben an den niederländischen Botschafter in Deutschland ferner dafür ein, dass auch ein zwischenstaatlicher Vertrag zwischen den Niederlanden und Deutschland ins Auge gefasst wird, der grundsätzlich die Vorlage oben aufgeführter Gesundheitszeugnisse überflüssig macht und einen Equidenpass für ausreichend erachtet. Entsprechende zwischenstaatliche Verträge existieren bereits zwischen den BENELUX-Staaten und Frankreich.


Die derzeit angewendete niederländische Rechtspraxis betrifft jährlich mehrere tausend deutsche Pferdebesitzer, die ihre Equiden in die Niederlande verbringen.