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Mitglieder der Kreishandwerkerschaft Kleve zu Besuch in der Bundeshauptstadt


Im Rahmen ihrer Berlinfahrt besuchte die Kreishandwerkerschaft Kleve unter der Leitung von Geschäftsführer Richard Thielen in der vergangenen Woche den Kreis Klever Bundestagsabgeordneten Stefan Rouenhoff im Deutschen Bundestag.


Vor dem Gespräch mit Wirtschaftspolitiker Rouenhoff verfolgten die Kreishandwerker zunächst die Plenardebatte zum Antrag "Sofortprogramm Wirtschaft" der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bei der es zwischen der CDU/CSU als Oppositionsfraktion und den Regierungsfraktionen von SPD, Grünen und FDP einen politischen Schlagabtausch über den richtigen Weg aus der deutschen Wachstumsschwäche gab. Im vergangenen Jahr schrumpfte die deutsche Wirtschaft und für das Jahr 2024 musste Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck seine Wachstumsprognose erst vor wenigen Tagen deutlich nach unten korrigieren (von 1,3 Prozent auf 0,2 Prozent). Vor allem die hohen Energiepreise, die wachsenden bürokratischen Belastungen, Firmeninsolvenzen, ein massiver Kapitalabfluss ins Ausland und ein Mangel an Fachkräften belastet die deutsche Volkswirtschaft.


Nach der Plenardebatte nahm sich Rouenhoff Zeit, um sich mit den Kreishandwerkern über ihre derzeitigen betrieblichen Sorgen und Nöte auszutauschen. Dabei ging es auch um die aktuelle Lage im Baugewerbe. Hierzu erklärt Geschäftsführer Richard Thielen: "In der Baubranche gehen die Aufträge stark zurück, obwohl die Nachfrage nach zusätzlichem Wohnraum riesig ist. Ein Ende dieser Krise ist leider nicht in Sicht, private Häuslebauer sowie gewerbliche Investoren sind erheblich verunsichert. Immer neue Vorschriften und Standards belasten die Bauwirtschaft. Hinzu kommen die steigenden Bauzinsen. Damit ist schon jetzt absehbar, dass das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr nicht erreichbar ist."


Der Abgeordnete Rouenhoff wies darauf hin, dass Deutschland in Europa inzwischen zum Spitzenreiter bei den Baukosten zählt: "Wenn wir den Menschen in unserem Land, auch jungen Familien, ein Eigenheim und Eigentumsbildung ermöglichen wollen, dann müssen wir auch über die deutschen Vorschriften und Standards im Wohnungsbau sprechen. In den letzten Jahren wurde hier von staatlicher Seite immer weiter draufgesattelt - etwa bei Energie- und Umweltstandards, bei technischen Baubestimmungen oder bei der Gebäudesicherheit. Hier ist die richtige Balance zwischen Kosten und Nutzen nicht mehr gegeben. Der Anteil staatlich verursachter Kosten an den gesamten Baukosten liegt in Deutschland bei inzwischen 37 Prozent, in Österreich bei gerade einmal sieben Prozent. Das zeigt, dass es in Deutschland viel Luft nach oben gibt, um die Baukosten zu senken und die Eigentumsbildung zu erleichtern."



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