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RE10-Chaos muss ein Ende haben

Der Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff, die Landtagsabgeordneten Dr. Günther Bergmann und Stephan Wolters sowie der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Klever Kreistag Paul Düllings zeigen sich angesichts wiederkehrender Zugverspätungen und -ausfälle auf der jüngst sanierten RE10-Bahnstrecke verärgert und fordern unverzüglich Abhilfe.


Eine Woche ist es her, dass die RE10-Bahnstrecke zwischen Geldern und Krefeld nach einer monatelangen Sanierung und Modernisierung freigegeben wurde. Jüngst durchgeführte Probefahrten verliefen reibungslos. Doch nach der offiziellen Wieder-Inbetriebnahme der Bahnstrecke am 28. November 2022 ist es - wie bereits vor der Streckenmodernisierung - immer wieder zu Betriebsstörungen, erheblichen Zugverspätungen und -ausfällen gekommen. Der Unmut hierüber ist nicht nur bei Berufspendlern, Schülern und Studenten groß, zumal in den vergangenen zwei Jahren allein für die Modernisierung der Stellwerkstechnik zwischen Kleve und Krefeld Bundesmittel von über 70 Millionen Euro bereitgestellt wurden.


Die Kreis Klever CDU-Politiker sind sich einig: „Das RE10-Chaos muss endlich ein Ende haben. Bahnfahrer am linken unteren Niederrhein haben in den letzten zwei Jahren aufgrund von Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten viele Einschränkungen hinnehmen und sehr viel Geduld mitbringen müssen. Hohe Millionenbeträge wurden in die Bahnstrecke investiert. Aber tatsächliche Verbesserungen auf der Bahnstrecke sind bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Das ist angesichts der erheblichen Investitionen, die aus Bundesmitteln finanziert wurden, völlig inakzeptabel.“


Runder Tisch zur aktuellen Lage


Der Kreis Klever Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff kündigte an, die Vertreter der DB Netz AG, der RheinRuhrBahn (ehemals NordWestBahn), des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und des Landesverkehrsministeriums NRW sowie die Bundestags-, Landtagsabgeordneten und kommunalen Vertreter der Kreise Kleve, Viersen sowie der Stadt Krefeld zu einem runden Tisch nach Düsseldorf einzuladen: „Wir wollen von den Bahnbeteiligten eine Erklärung dafür, warum es weiterhin zu erheblichen Problemen im Zugverkehr zwischen Kleve und Krefeld kommt. Und wir wollen wissen, wie und in welchem Zeitraum die Betriebsstörungen, Zugverspätungen und -ausfälle beseitigt werden sollen.“ Die politischen Entscheidungsträger der CDU im Kreis Kleve sind sich jedenfalls völlig einig: „So kann es nicht weitergehen. Eine unverzügliche Abhilfe der misslichen Lage ist dringend erforderlich.“


In Nordrhein-Westfalen wurde die RE10-Bahnstrecke zwischen Kleve und Kempen als eine von zwei Schienenstrecken mit Sondermitteln des Bundes im Rahmen des u.a. auf Initiative des Bundes gestarteten sogenannten 'Schnellläuferprogramms' saniert. Der Bund hatte hierfür insgesamt 500 Millionen Euro zusätzlich für die Jahre 2020 bis 2022 zur Verfügung gestellt. Ein erheblicher Teil der Mittel floss in die Bahnstrecke am linken unteren Niederrhein, um die Stellwerks- und Bahnübergangstechnik durch Sicherungsanlagen der neuesten digitalen Generation zu ersetzen und damit die Verlässlichkeit der Bahnstrecke wiederherzustellen. Das Schnellläuferprogramm ist ein wichtiger Baustein für die Digitalisierung des Schienennetzes im Rahmen des Konzernprogramms Digitale Schiene Deutschland (DSD).

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