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RP-Online: Bundesregierung soll Bahn wegen Niersexpress in die Pflicht nehmen

Nun gut. Dass es beim Niersexpress mal einen Tag lang Ruhe gegeben hätte, wäre auch eine Überraschung gewesen. Daher wundert es kaum, dass viele Fahrgäste auch am Montagabend und Dienstagmorgen in die Röhre schauten. Weil das Stellwerk in Kevelaer wieder mal defekt war, fiel der Zug zwischen Geldern und Kevelaer viele Stunden aus. Es fuhren Ersatzbusse. Auf die musste mancher Fahrgast auch noch am Morgen umsteigen, weil wegen der Störung vom Vortag die Züge nicht rechtzeitig an den entsprechenden Bahnhöfen sein konnten.


Klar ist: Die Bundestagsabgeordneten Stefan Rouenhoff und Martin Plum haben von den ewigen Problemen längst die Nase gestrichen voll. „Mir reicht es“, sagt Rouenhoff. Jetzt soll das Problem ganz oben platziert werden. Die beiden CDU-Politiker aus den Kreisen Kleve und Viersen haben eine schriftliche Anfrage an die Bundesregierung gestellt.


„Wenn über 100 Millionen Euro aus Bundesmitteln für die Modernisierung der Bahnstrecke bereitgestellt wurden, die Betriebsqualität jetzt aber schlechter ist als zuvor, dann sollte die Bundesregierung über die Gründe sowie über Abhilfemaßnahmen informiert sein“, so die CDU-Politiker. Dies gelte vor allem dann, wenn sich das verantwortliche Unternehmen, die Deutsche Bahn AG, zu 100 Prozent in Staatsbesitz befindet. Die beiden fordern: „Die Bundesregierung muss die Deutsche Bahn nun eng an die Hand nehmen und dafür Sorge tragen, dass sich nach den vielen Beschwichtigungen und Versprechungen der Deutschen Bahn AG nun endlich umfassende Verbesserungen auf der Strecke einstellen. Es muss dargelegt werden, dass mit Steuergeldern verantwortungsvoll umgegangen wird und Finanzmittel nicht zum Fenster rausgeschmissen werden.“




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